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Proxmox VE · M10

Migration & vDisk-Konvertierung

Von VMware und Hyper-V zu Proxmox – der Hauptgrund für den Umstieg

Migrationsfluss von VMware oder Hyper-V über Import und Konvertierung zu Proxmox VE

Vorbereitung

Checkliste: Guest-Tools entfernen, VirtIO-Treiber bereitlegen, Netzwerk-Details dokumentieren
Software Guest-Tools der Altplattform entfernen, VirtIO-ISO bereitlegen
Netzwerk MAC-Adresse, VLAN, IP und DNS vorher dokumentieren
Lizenzen Produktschlüssel und Aktivierungsstatus vor dem Umzug sichern
Migration ist zu 90 % Vorbereitung und nur zu 10 % Knopfdruck. Wer die Reihenfolge umdreht, verbringt die Nacht mit Fehlersuche statt mit einem sauberen Umzug.
🎧 Block 1: Vorbereitung

VMware → Proxmox

Mockup des ESXi-Import-Assistenten: Zugangsdaten eingeben, VM auswählen, importieren
Der Import ist der Umzugswagen, nicht das fertig eingerichtete neue Zuhause – Boot-Modus, VirtIO-Treiber und Guest Agent sind eigene Arbeitsschritte danach, dazu mehr in den folgenden Blöcken.
🎧 Block 2: VMware → Proxmox

Hyper-V → Proxmox

Eine VHDX-Datei aus Hyper-V wird per qemu-img in qcow2 konvertiert
Bei aktivem BitLocker auf der Quell-Disk vorher entschlüsseln oder den Wiederherstellungsschlüssel sichern – kopieren lässt sich die Disk zwar, ohne den ursprünglichen TPM-Schlüssel bleibt sie nach der Migration aber verschlossen.
🎧 Block 3: Hyper-V & qemu-img

vDisk-Konvertierung mit qemu-img

Terminal-Ausgabe eines qemu-img convert Befehls, der vmdk in raw umwandelt

VirtIO-Treiber (Windows)

Drei VirtIO-Komponenten: Disk, Netz und Balloon für flexiblen Arbeitsspeicher
Henne-Ei-Problem: Windows kann nicht von einer VirtIO-SCSI-Disk booten, solange der Treiber dafür fehlt. Deshalb beim ersten Boot zunächst als emulierte SATA/IDE-Disk starten, den VirtIO-Treiber von der ISO installieren und erst danach in der VM-Hardware auf VirtIO SCSI umstellen und neu starten.
🎧 Block 4: VirtIO & Guest Agent

QEMU Guest Agent

Drei Funktionen: sauberes Herunterfahren, IP-Anzeige in der GUI, Backup-Freeze für Konsistenz

UEFI/BIOS & TPM

BIOS passt zu klassischen VMs, UEFI mit OVMF zu modernen VMs und Hyper-V Generation 2, Windows 11 zusätzlich mit virtuellem TPM 2.0
BitLocker-verschlüsselte Windows-Disks sind an das ursprüngliche TPM gebunden. Das neue virtuelle TPM in Proxmox ist ein anderes Gerät – vorher entschlüsseln oder den Wiederherstellungsschlüssel griffbereit halten, sonst hängt die VM beim Boot in der BitLocker-Wiederherstellung fest.
🎧 Block 5: UEFI/TPM & Reaktivierung

Windows-Reaktivierung

Geänderte virtuelle Hardware kann eine Windows-Neuaktivierung erfordern, Lizenzstatus vorher dokumentieren
Nichts ist unangenehmer, als beim Kunden vor Ort nach einem verlorenen Produktschlüssel zu suchen, während die Fachsoftware auf die Freischaltung wartet – das Lizenz-Inventar gehört fest in die Vorbereitungscheckliste.

USB-/Lizenz-Dongle

Ein USB-Dongle wird per USB-Passthrough direkt in die VM durchgereicht
🎧 Block 6: Dongle, Konsole & Nachkontrolle

Konsole als Rettungsanker

Die noVNC-Konsole zeigt den Boot-Bildschirm der VM, unabhängig von Netzwerk oder Grafiktreibern

Nachkontrolle

Checkliste nach der Migration: Netzwerk, Boot-Reihenfolge und Dienste, Performance und Treiber
Migration endet nicht beim ersten erfolgreichen Login, sondern erst, wenn die komplette Checkliste grün ist – „bootet, passt schon" ist keine Endabnahme.